• TURTLE ISLAND

    Zoo und Erhaltungszuchtstation für Schildkröten

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TURTLE ISLAND HEUTE.

Unsere Schildkröten sind heute an zwei Standorten in Graz untergebracht. Beide Standorte sind rein privat und leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Vom Bürgermeisterbüro der Stadt Graz wurde uns dankenswerter Weise ein Einfamilienhaus für die temporäre Haltung von Schildkröten zur Verfügung gestellt. Mit diesem Provisorium befinden wir uns am Rand unserer Möglichkeiten. Unsere limitierten Ressourcen erlauben es uns zur Zeit leider nicht, Besucher in Empfang nehmen zu können. Schon heute pflegen wir 125 Schildkrötenarten und Unterarten in unseren bestehenden Anlagen. Auch unter diesen für die Tiere nicht optimalen Bedingungen können wir große Erfolge, wie z.B. Welterstnachzuchten, verbuchen.

Im Sinne der Tiere und das Potenzial aller Vorzüge eines modernen Neubaus erkennend, ist eine einzigartige Besucherattraktion für die Steiermark in Ausarbeitung.

Für die Realisierung sind wir noch auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten.

TURTLE ISLAND ist eine – vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) anerkannte – wissenschaftliche Institution mit der Registrierungsnummer AT 033. Zusätzlich sind wir noch aus Auffangstation und als Tierheim für Schildkröten registriert.

TURTLE ISLAND MORGEN.

Wir stellen Ihnen hiermit unser über viele Jahre ausgereiftes Projekt vor. Die Idee ist eine Erhaltungszuchtstation mit einer modernsten Besucherattraktion zu kombinieren und daraus ein weltweites „Mekka“ für Schildkröten, Schildkrötenexperten und Schildkrötenenthusiasten ins Leben zu rufen.

Die Broschüre können Sie bitte hier herunterladen: PDF Broschüre

AUFGABEN UND ZIELE, DIE SEELE DES PROJEKTES

Von der IUCN/SSC Tortoise and Freshwater Turtle Specialist Group wurden die 25 weltweit am meisten in ihrem Bestand ge­fährdeten Schildkrötenarten aufgelistet und Erhaltungsmaßnah­men im natürlichen Lebensraum (in situ) und in menschlicher Ob­hut (ex situ) ins Leben gerufen. Von diesen 25 genannten Arten haben wir 10 in unserer Samm­lung! Sie werden der Stamm in unserem Projekt sein.

TURTLE ISLAND kombiniert eine wissenschaftlich geführ­te Erhaltungszuchtstation, mit einer publikumswirksamen, modernen Schautierhaltung und verknüpft Landschafts-gestaltung, kreative Kunst, Forschung, Bildung und Erholung.

ARTENSCHUTZ (ERHALTUNGSZUCHT)

Schildkröten sind die am meisten vor dem Aussterben bedrohte Wirbeltiergruppe (57 % sind entweder bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, gefolgt von den Amphibien mit 40 % gefährdeten Arten).

Unser Projekt ist eine ex-situ (außerhalb des natürlichen Lebensraumes) Schutz­maßnahme für hochgradig vom Ausster­ben bedrohte Arten. Für Arten mit nur noch sehr wenigen Überlebenden ist eine Zusammenstellung von Zuchtgruppen in menschlicher Obhut die einzige Chance, die Art für die Zukunft zu bewahren. Sehr zielführend ist es, mehrere Zuchtgruppen auch außerhalb der Ursprungsländer auf­zubauen, um das Risiko von Katastrophen wie eine Gefährdung des Projektes durch politische Unruhen oder Krankheit zu mi­nimieren. Das Ziel von Turtle Island ist es, unsere schon heute bestehenden Vernetzungen und Kooperationen mit anderen ex-situ Institutionen im In- und Ausland und darüber hinaus eine Ver­flechtung und Förderung mit/von in-situ Projekten (innerhalb des Lebensraumes) auszubauen.

NATURSCHUTZ

Neben dem Fokus auf Schildkröten sehen wir es als unsere Auf­gabe die Besucher auf die Bedrohung und die Schutzbedürftig­keit unserer heimischen Tierwelt aufmerksam zu machen. Hierbei wollen wir das Leben vor unserer Haustür im Rhythmus unserer Jahreszeiten vorstellen. Hierfür wollen wir mit Renaturierungsmaß­nahmen optimale Biotope für einheimische Formen schaffen.

FORSCHUNG

Das Wissen über die Formenvielfalt und den Bedrohungszustand ist die Basis für jeglichen Arten- und Naturschutz. Insbesondere das Wissen über die Formenvielfalt durch systematische, taxono­mische Untersuchungen mit Hilfe der Genetik ist das notwendige Werkzeug für effiziente Schutzmaßnahmen. In internationalen Ko­operationen haben wir uns in der Erforschung der Formenvielfalt der Schildkröten wissenschaftlich etabliert. Darüber hinaus liefert das Studium der Tiere in menschlicher Obhut wichtige Erkenntnisse ihrer Biologie und Ökologie, die auch in den Ursprungsländern an­gewendet werden können. Auf diesem Gebiet reicht unsere Erfahrung auf mehrere Jahrzehnte zurück. Aus den Einnahmen haben wir vor Freilandprojekte in den Ursprungsländern und auch Aufklärungsarbeiten in der lokalen Bevölkerung der Ursprungsländer mitzufinanzieren.

ERHOLUNG

Nach dem Begründer der Tiergartenbiologie, Prof. Heini Hediger hat ein Tierpark die überaus ernste Aufgabe, als ein Stück sekun­därer Natur den Großstadtmenschen als Ersatz für die ihm ver­sperrte Natur zu dienen, zur Befriedigung des in ihm seit Generati­onen tief verwurzelten Naturhungers. „Solche Institutionen stehen sozusagen im Dienste der Psychohygiene des strapazierten Groß­stadtmenschen“ (Hediger 1977). Turtle Island soll dem Besucher die Möglichkeit zur Erholung im Sinne von Ruhe, Verweilen, Beob­achten, Sinne schärfen und Stillen des Naturhungers bieten.

BILDUNG, PÄDAGOGIK

Eines der höchsten Ziele ist es, im Menschen ein Bewusstsein ge­genüber seiner Umwelt zu schaffen. Das Wissen um die Bedro­hung unserer fragilen Ökosysteme und deren Geschöpfe ist das Fundament jeder Schutzbemühung. Besondere Aufmerksamkeit wollen wir unseren Jüngsten widmen und ihre Emotionen in einer Zooschule wecken. Für ein hautnahes Erleben und Explorieren sind ein Streichelzoo und ein nachgebautes Indianerdorf geplant.

KREATIVITÄT, KUNST

In der naturnahen Landschaft werden stellenweise Kunstobjekte zum Verweilen einladen. Vor allem Kinder werden die Möglichkeit haben ihre Kreativität auszuleben und spielerisch sich altes Wis­sen von Naturvölkern anzueignen.

KLIMAZONEN-GLASHÄUSER ALS LEBENSRAUM

Die Anlage des geplanten Projektes wird in zeitlichen Etappen nach Klimazonen organisiert. Dieses Ordnungssystem hilft den Besuchern, sich besser zu orientieren, ist zudem auch geogra­phisch lehrreich und spart Betriebskosten. Die spezifische Auf­gabenstellung erfordert auch eine spezifische Architektur. Die­se drückt sich im Erscheinungsbild des unmittelbaren Umfeldes (Wasserlandschaft, Grüngürtel), der Formgebung, der Ausrich­tung zur Sonne und der Materialwahl aus. Die geplante Unterbringung von Tieren und Pflanzen erfordert weitgehend eine transpa­rente Dachlandschaft, sodass im Innenraum die natürlichen Tag- Nachtwechsel, Sonnen­schein, Mondschein, Dämmerung etc. auf die Bewohner wirken können. Der Wegfall der dadurch nicht erforderlichen Fenster er­möglicht eine weitestgehende Begrünung der Fassaden und somit eine optimale Ein­bindung der Baukörper in das umgebende Grün.

Im Inneren sind die Besucherräume tritt- und körperschallhemmend von den Schauge­hegen zu trennen. Die angestrebte Erhal­tungszucht seltener Tierarten erfordert sehr spezifische bauliche Vorkehrungen für die Geschlechtertrennung, Paarungszeit, Eiablage, Erbrütungsme­thoden und die Jungenaufzucht.

Für die verschiedenen Klimazonen sind spezifische Baukörper in Pavillonbauweise geplant. Dieses System ermöglicht die Re­alisierung in Ausbaustufen, die sich nach Bedarf und finanziellen Möglichkeiten orientieren. Das Endprojekt soll die Klimazonen der Tropen, der Subtropen, die mediterrane und die gemäßigte Zone umfassen.

Als Pilotprojekt im kleineren Rahmen streben wir anfänglich die Errichtung eines Glashauses für die subtropische Zone an. Das darin simulierte Klima zeichnet sich durch heiße Sommer und Temperaturabsenkungen in der Winterzeit und den Nächten aus.

Die Vorteile:

  • Das Leben der dort angesiedelten Tiere und Pflanzen bietet dem Besucher ganzjährige Aktivität
  • Die dafür vorgesehenen Tiere leben zum Großteil derzeit schon in der Privatsammlung Praschag in Graz
  • Der Energieaufwand für die Klimatisierung ist durch die Ähnlichkeit des Temperaturrhythmus vor Ort nicht besonders aufwendig

BESONDERE ZUCHTERFOLGE

Für akut vom Aussterben bedrohte Schildkrötenarten wurden in Graz bereits einzigartige Zuchtgruppen aufgebaut. Schon heute besteht eine intensive Zusammenarbeit mit dem Zoo Schön­brunn und mehreren zoologischen Organisationen im Ausland, vor allem in den USA und Südasien. Jeder Zuchterfolg von am Rande zur Ausrottung stehender Arten ist medienwirksam und erweckt großes Aufsehen in der internationalen Gesellschaft. Über eine wissenschaftlich geführte Station hinaus wollen wir auf die Symbolhaftigkeit, die tiefe Veranke­rung in Welt- und Naturreligionen hinweisen und die tiefliegende Faszination des Menschen gegenüber archaischen Organismen fördern.

GEOGRAFISCHE LAGE UND EINZUGSBEREICH

Die Projektfläche liegt in Graz. Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark und mit 267.794 Einwohnern (Stand 1. April 2012) die zweitgrößte Stadt der Republik Österreich.

Die Stadt liegt an der Mur im Grazer Becken. Der Großraum Graz, mit seinen 57 umliegenden Gemeinden, ist mit rund 408.000 Ein­wohnern nach Wien und Umgebung der zweitgrößte Ballungs­raum Österreichs.

HIER SIND WIR.

Turtle Island, Graz

ÜBER SCHILDKRÖTEN.

Peter Praschag über Schildkröten … Video, aufgenommen im Tiergarten Schönbrunn

FREUNDE & FÖRDERER.

Das sagen andere über unser Projekt …

Die Förderung des Naturschutzgedankens, das Schaffen eines erhöhten Natur- und Umweltbewusstseins und die aktive Teilnahme und Durchführung von Natur- und Artenschutz-Projekten sind heute zentrale Anliegen Zoologischer Gärten.

Dr. Dagmar SCHRATTER
Dr. Dagmar SCHRATTERDirektorin des Tiergartens Schönbrunn

Das vorliegende Projekt ist faszinierend und verdient jede Unterstützung! Es liefert der Landeshauptstadt Graz eine einzigartige Attraktion für die Bevölkerung und Gäste.

Dr. Helmut PECHLANER
Dr. Helmut PECHLANEREhrenpräsident des WWFs Österreich

UNTERSTÜTZEN SIE UNS.

Um unsere Projekte realisieren zu können, sind wir auf die Hilfe vieler Förderer und Sponsoren angewiesen. Jede Spende und jeder Beitrag ist willkommen.  DANKE!