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Schildkrötenhandel
auf Märkten in Südasien

Betroffene Arten: vorallem asiatische Arten
Ort: Südasien, weltweit

Schildkröten werden weltweit ausgebeutet. Sie werden nicht nur massenweise im internationalen Tierhandel vermarktet, sondern sind in vielen Ländern auch heute noch eine wichtige Eiweißquelle.

Nicht nur in China und anderen „exotischen“ Ländern werden Schildkröten in großen Mengen verzehrt. So wurde die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) im Mittelalter als Fastenspeise in Mitteleuropa sehr geschätzt. Noch heute bereichern unzählige Schildkröten in den Vereinigten Staaten die Speisekarte, in Farmen gezüchtet oder einfach der Natur entnommen. Auch in Südasien haben das Absammeln von Schildkröteneiern und der Verzehr von Schildkröten eine lange Tradition. In Bangladesch werden immer wieder seltene Schildkrötenarten in aller Öffentlichkeit geschlachtet und zum Verkauf angeboten.

TURTLE ISLAND kauft Fischern bedrohte Spezies ab, lässt sie wieder in geschützten Gebieten frei oder integriert sie in Erhaltungszuchtprojekte.

WISSENSWERTES

Populationen von asiatischen Schildkröten sind aufgrund menschlicher Einflüsse, wie Biotopzerstörung, das Auswildern von invasiven Arten sowie das Absammeln für den lokalen Konsum oder für den lokalen Konsum oder für den internationalen Fleischmarkt und Tierhandel. Der Fang und der Verzehr von Schildkröten lässt sich bis in historische Zeiten zurückverfolgen, doch der explodierende Bevölkerungsdruck des Menschen, die verbesserte Infrastruktur und moderne Fangmethoden haben einige Schildkrötenarten an den Rand zur Ausrottung gebracht.

Vielerorts werden Schildkrötenfleisch und Schildkröteneier als Delikatesse angesehen und finden in traditionellen medizinischen Lehren rege Anwendung. In den letzten Jahrzehnten konnte die Wirtschaftskraft südasiatischer Länder ein erstaunliches Wachstum verzeichnen. Damit hat sich die Kaufkraft der lokalen Bevölkerung, die sich diese vergleichsweise teure Ware leisten kann, vervielfacht.

Ursprünglich bezog China den Großteil der importierten Schildkröten aus Bangladesch und Vietnam. Als die Populationen dieser Länder kollabierten, bezogen diese Exportländer Schildkröten von ihren Nachbarstaaten und schifften sie nach Südostasien weiter. Gemäß Schätzungen, werden jährlich um die 13.000 Tonnen an Schildkröten von Süd- und Südostasien nach Ostasien transportiert. In den 1990iger Jahren wurden jährlich an die 1.500 Tonnen an wildgefangenen Schildkröten von Bangladesch nach China exportiert.

Für den menschlichen Verzehr werden besonders alle Arten von Weichschildkröten herangezogen. Da der internationale Handel durch gesetzliche Reglementierungen erschwert wurde, verlagerte sich der Markt zunehmend auf die getrockneten Knorpelanteile des Weichschildkrötenpanzers, der Calipee genannt wird. Dieser Calipee kann versteckt und unerkannt leicht zwischen Ladungen von getrocknetem Fisch außer Landes geschmuggelt werden. In Bangladesch können einige Schildkrötenarten diesem immensen Jagddruck nicht mehr standhalten und stehen knapp vor der Ausrottung.

Jedes Jahr wird von der bengalischen Bevölkerung am ersten Neumond des Monats November das „Kali Puja“ zelebriert. Hierbei wird die gefürchtete Göttin Kali mit tantrischen Riten und Mantras verehrt, und es wird versucht, ihren Zorn durch Opfergaben von rotem Hibiskus, Schlachtungen und aus Schädeln getrunkenem Tierblut zu besänftigen. Hierfür werden vor allem Schildkröten herangezogen. Zur „Kali Puja“ im Jahr 2013 wurden alleine am Tanti Bazar, mitten im Zentrum von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, geschätzte 30.000 Schildkröten geschlachtet. Davon waren circa 7.000 Klappen-Weichschildkröten (Lissemys punctata andersoni), 1.000 Indische Pfauenaugensumpfschildkröten (Morenia petersi), 9.000 Indische Pfauenaugen- und Ganges-Weichschildkröten. Der Rest verteilte sich auf Indische Dachschildkröten (Pangshura tecta) und einige wenige Exemplare von sehr seltenen Arten wie der Diademschildkröte (Hardella thurjii). Die Diademschildkröte hat das Pech, mit ihrer auffälligen orangen Diademzeichnung auf ihrem sonst schwarz gefärbten Kopf an die Farben der Göttin Kali zu erinnern. Lokal Kali Kata (Kalis Schildkröte) genannt, wird sie das gesamte Jahr über für dieses Fest gefangen, gehortet und endet letztendlich für diesen Anlass zu Höchstpreisen unter dem Beil.

TURTLE ISLAND kauft gezielt sehr seltene Schildkröten, bevor sie auf den Märkten angeboten werden. Damit vergrößern wir keineswegs die Nachfrage, in Bangladesch sind geschätzte 50.000 Fänger täglich auf Beutezug und fischen  aus Teichen, Seen und Flüssen jede Schildkröte, deren sie habhaft werden können.

Wussten Sie ...

Dinge, die Sie zu diesem Projekt wissen sollten:

Feste als Bedrohung

Zur „Kali Puja“ ,- einem Fest für die gefürchtete Göttin Kali, – wurden im Jahr 2013 alleine am Tanti-Bazar, mitten im Zentrum von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, geschätzte 30.000 Schildkröten geschlachtet.

Schutzmaßnahmen

TURTLE ISLAND kauft bereits Fischern bedrohte Spezies ab, lässt sie wieder in geschützten Gebieten frei oder integriert sie in Erhaltungszuchtprojekte.

UNSER BEITRAG

TURTLE ISLAND kauft gezielt sehr seltene Schildkröten, bevor sie auf den Märkten angeboten werden. Damit vergrößern wir keineswegs die Nachfrage, in Bangladesch sind geschätzte 50.000 Fänger täglich auf Beutezug und fischen aus Teichen, Seen und Flüssen jede Schildkröte, deren sie habhaft werden können.

Projektkoordinaten.

Südasien, China,
Bangladesch